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Gesundheitsgefahren durch berylliumhaltige Dentallegierungen

Warnung

Beryllium und seine Verbindungen sind als Krebs erzeugend, Kategorie 2, das heißt Krebs erzeugend im Tierversuch, eingestuft. Bei der Verarbeitung dieser Legierungen entstehen Dämpfe und Stäube, die über die Atmung aufgenommen, u.a. zur Schädigung der Lunge führen können.

Nach Informationen des Verbandes Deutscher Zahntechniker- Innungen, VDZI, werden Dentallabors wieder berylliumhaltige Dentallegierungen angeboten.
Zahntechnikermeister Jürgen Schwichtenberg, Vizepräsident der FEPPD, wies schon im letzten Jahr auf die Grauzonen hin, wie sie in den letzten Jahren entstanden sind. Billig-Anbieter aus dem europäischen Ausland überfluten den deutschen Markt. Aber auch die USA, nach Aussage von Professor Dermann von Degussa, bieten noch berylliumhaltige Legierungen an. Die häufigste angebotene Legierung heißt „Rexillium 3“.
Nach der Gefahrstoffverordnung muss der Unternehmer prüfen, ob Legierungen mit einem geringeren gesundheitlichen Risiko als die von ihm in Aussicht genommenen erhältlich sind. Für den Betrieb heißt das, es dürfen keine Legierungen mit einem Berylliumgehalt von > 0,1 Masse-% verwendet werden.
Nach einer Resolution vom 26.02.2002 der „ CEN/TC 055-Zahnheilkunde“- (Europäisches Komitee für Normung in Brüssel), hat dazu aufgerufen, den Gebrauch von berylliumhaltigen Legierungen, wo immer möglich, zu vermeiden. Sie empfiehlt aus diesen Gründen, dass der maximal erlaubte Massenanteil von Beryllium in zahntechnischen Legierungen in allen Normen 0,02% betragen soll.
Aus diesem Grunde muss geprüft werden, ob die eingesetzten Legierungen Beryllium enthalten. Dies kann mit Hilfe des Sicherheitsdatenblattes geschehen (dort müssen Legierungsbestandteile Be > 0,1 Masse-% ausgewiesen werden) oder durch Anfrage beim Hersteller. Die „CE-Kennzeichnung“ sagt darüber nichts aus.

Seit mehren Jahren verwenden aber deutsche Hersteller berylliumfreie Legierungen!
Was in Deutschland gilt, muss für alle Anbieter gelten.

Berufskrankheiten durch Beryllium
(Quelle Berufsgenossenschaft FuE)

2003

2004

2005 2006

1

1

2 4

Hasso Lindemann
Fachkraft für Arbeitssicherheit

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